Mare Manuscha

 

Mare Manuscha
Innenansichten aus Leben und Kultur
der Sinti & Roma
Herausgegeben von
Romeo Franz und Cornelia Wilß
Mit Fotos von
Alexander Paul Englert

 

Etwa 260 Seiten. Vierfarbig.
Mit zahlreichen Abbildungen
Broschur
ISBN 978-3-945400-57-9

 

 

 

 

 

 

 

 

13 Gespräche mit Hamze Bytyci, Nicoletta Bitu, Manolito M. Franz, Romeo Gitano, Dejan Jovanović, Hristo Kyuchukov,

Ilona Lagrene, Reinhold Lagrene, Valérie Leray, Roger Moreno, Nedjo Osman, Riccardo M Sahiti, Imrich Tomáš, Alfred Ullrich

 

Im Januar 2019 erscheint bei editionfaust

Vorbemerkung (aus dem Buch)

Auch wenn in jüngster Zeit einzelne Werke zur Kunst und Literatur von Roma und Sinti erschienen sind, so liegt kaum ein Buch vor, das Innenansichten aus der Perspektive der Sinti und Roma über ihr Leben und Wirken in Deutschland und Europa zeigt.
Wir – der Verlag, Romeo Franz und ich – fanden den Weg zueinander und entschieden, Kunst und Kultur der Menschen mit
Romno-Hintergrund anhand von biografisch erzählten Interviews und Fotografien zu zeigen. Im Mittelpunkt sollte der Dialog stehen mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Sparten Theater, Musik, Malerei, Film, Literatur und Fotografie, die mehrheitlich ihren Arbeitsschwerpunkt in Deutschland haben oder vorwiegend in Deutschland und anderen
europäischen Ländern rezipiert werden. Zudem lässt der Band Aktivisten aus der Bürgerrechtsbewegung zu Wort kommen.
Welche Rolle spielen aber Kunst und Kultur im Spannungsfeld zwischen Minderheit und Mehrheit? Hat der Antiziganismus, also die verbreiteten und tief verwurzelten Ressentiments gegen die Minderheit der Roma und Sinti auf allen Ebenen, das Kunstschaffen dieser Minderheit beeinflusst?
Wie hat sich Kreativität unter dem Einfluss des Antiziganismus entwickelt? Kann Kunst das Trauma der Verfolgung überwinden? Welche Zukunfsträume und welche Lebensentwürfe haben „unsere Menschen“, Mare Manuscha, denen wir den Titel des vorliegenden Bandes widmen.
Das Buch zeigt mit den Worten von Romeo Franz „… dass Menschen mit Romno-Hintergrund in Europa keine homogene Gesellschaft, vielmehr ganz unterschiedlich sozialisiert und immer Bürgerinnnen und Bürger ihres Heimatlandes sind – und das seit Jahrhunderten. Aber trotz unserer Heterogenität verbindet uns etwas Gemeinsames, und das ist die kollektive Erfahrung, vom Antiziganismus betroffen zu sein, der uns seit Jahrhunderten eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft der
Mehrheit verwehrt.“
Hören wir zu. Schauen wir hin. Führen wir einen Dialog. – Wir haben uns viel zu sagen.

 

Kultur & Musikfestival

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Kultur- und Musikfestival
Kultur- und Musikfestival vom 15. - 16. September im Justus-Liebighaus in Darmstadt
Vorträge, Konzerte Diskussion, Ausstellungen, Film
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AFROTOPIA – AFRO UTOPIA 2018

Beim 24. Africa Alive Festivals in Frankfurt vom 30.1 bis zum 17.2 2018 liefert das viel diskutierte Buch »Afrotopia« von Felwine Sarr die Vorlage zur Diskussion über die Zukunft Afrikas.

 

In seinem Essay wirft der senegalesische Wirtschaftswissenschaftler wesentliche Fragen auf, die das

Thema eines herausragend besetzten Podiums sein werden: Ist das heutige Afrika lediglich die Projektionsfläche von Entwicklungskonzepten aus der Perspektive Europas oder Chinas? Was wäre, wenn Afrika sich mental und wirtschaftlich radikal dekolonisierte und den Menschen in den Mittelpunkt stellte, statt sich den ökonomischen Sachzwängen neoliberaler Wirtschaftsmodelle zu unterwerfen? Afrika kennt doch zur Genüge solidarische Formen des Wirtschaftens und des sozialen Zusammenlebens... Wie fügt sich »Afrotopia« in bekannte Denkansätze wie Afrikanische Renaissance, Négritude, Authentizität, Ubuntu und Das Radikale Denken?

 

Unter Leitung des in Frankfurt lehrenden Ethnologen Mamadou Diawara diskutieren am 3.2. um 17.00 Uhr im Haus am Dom:

Felwine Sarr (Ökonom und Publizist), Lucy Mushita (Romanautorin und Literaturwissenschaftlerin), Eugenio Nkogo Ondó (Philosoph und Schriftsteller), Boniface Mongo-Mboussa (Schriftsteller und Literaturwissenschaftler).