Afrika im Gespräch - Africa in Conversation - l'Afrique en Conversation

Neue Reihe mit Gesprächen, Portraits und Texten von und mit Künstler*innen und Denker*innen aus Afrika in Kooperation mit der Online-Kulturplattform faustkultur – weltbühne für Autoren und Künstler (http://faustkultur.de). In Zusammenarbeit mit Muepu Muamba (siehe auch "Moyo"), Schriftsteller und Journalist und Mit-Initiator des Africa Alive Festival, Frankfurt am Main.

Poesie akzeptiert weder fesseln noch zwang

Schriftsteller und Journalist Muepu Muamba widmet sich im taz-Beitrag zur Frankfurter Buchmesse der Macht der Worte. Er wurde 1946 in dem damaligen „Belgisch-Kongo“ geboren und studierte Soziologie und Journalistik in Belgien. 1968 wurde er aus politischen Gründen aus Belgien ausgewiesen. Daraufhin kehrte er in sein inzwischen unabhängig gewordenes Land, die Demokratische Republik Kongo, zurück und wurde in der Hauptstadt Kinshasa als Journalist, Schriftsteller und Verleger tätig. Mitte der 70er Jahre gründete er in Kinshasa mit einem Freund den Verlag „Les Presses Africaines“. Seine kritische und unbeugsame Haltung gegenüber dem Mobutu-Regime zwang ihn 1979, das Land zu verlassen. Fünf Jahre lang versuchte er vergeblich auf dem afrikanischen Kontinent Asyl zu finden, so dass er am Ende 1984 ins Pariser Exil ging, wo er als politisch verfolgter Autor anerkannt wurde und seine Arbeit fortsetzen konnte. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main.

© Henry Roy


afrika begehren

Der Literaturwissenschaftler Boniface Mongo-Mboussa ist 1962 in der Republik Kongo geboren. Er zählt zu den renommierten Kritikern französischsprachiger Literatur. Sein Weg führte ihn von Kongo Brazaville zum Studium nach Leningrad und von dort nach Paris, wo er heute lebt und arbeitet. Mongo-Mboussa ist literarischer Berater des Salon africain der Genfer Buchmesse und Dozent für frankophone Literaturen am Pariser Sarah Lawrence College. Zudem zeichnet er verantwortlich für die Literaturkritik in der Zeitschrift Africultures, die – in Paris herausgegeben – das kreative Schaffen Afrikas kritisch begleitet.


Hör auf zu schiessen

Im Sommer 2016 hat der bekannte kamerunische Hip Hop-Künstler Hobskur in der Metropole Douala mit Gleichgesinnten das Musikprojekt „StopMurderingAfricanPeople” gegen Repression und Einschüchterung der Bevölkerung, insbesondere der Jugend, durch die kamerunischen Ordnungskräfte ins Leben gerufen. Sein Appell „Ne tire plus sur le peuple”, kurz „Hör auf zu schießen!” – so der Titel seines neuesten Liedes und Videos – ist angesichts der Übergriffe der Polizei auf die Zivilgesellschaft Ende 2016 von großer Aktualität.

© Steve Owoundi


Weitere Gesprächspartner*innen sind: Fiston Mwanza Mujila (Autor), Felwine Sarr (Autor), Saliou Sarr (Musiker), Elikia M‘ Bokolo (Historiker), Ken Bugul (Autorin), Emeka Udemba (Maler), Balufu Bakupa-Kanyinda (Filmemacher, Essayist), Achille Mbembe (Historiker), Patrice Nganang (Literaturwissenschaftler, Autor)